Auch das stärkste Smartphone ist nutzlos, wenn der Akku nicht mehr will. Geht das iPhone nicht mehr an, obwohl es mit dem Ladegerät verbunden ist, muss das iPhone noch nicht direkt kaputt sein. In vielen Fällen, vor allem dann, wenn das Smartphone eine längere Zeit nicht mehr genutzt wurde, ist lediglich der Akku defekt oder tiefenentladen.

Was kann man gegen eine Tiefenentladung tun?

Wenn das Smartphone trotz eines verbundenen Ladegerätes nicht reagiert, heißt es Ruhe bewahren. Das iPhone muss nicht zwangsläufig defekt sein, auch ein defekter Akku ist möglich. Oft hilft es schon, das Smartphone einige Zeit aufladen zu lassen. Eine Tiefenentladung schädigt den Akku. In Folge dessen benötigt dieser deutlich länger, um sich wieder aufzuladen. Es ist ratsam, die Aufladung über eine Steckdose und nicht über einen USB-Anschlusses vom PC aus durchzuführen. Schon nach wenigen Stunden läuft das iPhone vielleicht wieder. Auch ein Hard-Reset kann helfen, dem vermeintlich kaputten Smartphone wieder Leben einzuhauchen. Tut sich auch nach mehreren Stunden nichts, ist vermutlich das Smartphone oder der Akku kaputt.

Eine Tiefenentladung entsteht meist dann, wenn ein Smartphone über einen größeren Zeitraum nicht mehr genutzt wurde. Hier ist vor allem das Alter des Akkus ausschlaggebend. Die Speicherzellen verlieren mit der Zeit an Speicherkapazität. Ältere iPhones sind daher öfters von derartigen Defekten betroffen.

Auf diese Weise lässt sich die Lebenszeit des Akkus verlängern

Moderne Akkus bestehen aus Lithium-Ionen-Zellen. Somit besitzen sie keinen Memory Effekt mehr, der dafür sorgt, dass ein Akku stets vollständig aufgeladen werden soll. Allerdings ist es auch kontraproduktiv, das Smartphone stets auf 100 % Ladekapazität zu halten. Je höher die Zellenspannung ist, desto schneller altert der Akku. Optimal ist eine Ladung zwischen 50 und 80 %. Ein iPhone ist auf eine Umgebungstemperatur von ungefähr 15 bis 20 Grad Celsius ausgelegt. Auch der Akku profitiert von einer niedrigen Umgebungstemperatur.

Der Akku eines Smartphones lässt sich sowohl über eine Steckdose, als auch über einen Computer per USB-Anschluss aufladen. Die Ladezeit über ein Netzteil ist hierbei fast vier Mal kürzer. Heutzutage mitgelieferte Netzteile verfügen über sogenanntes “Quick Charge“. Durch die hohen Temperaturen und Spannungen wird der Akku hierdurch mehrfach belastet, was die Lebenszeit des Akkus deutlich verkürzen kann.

Datenrettung durch Akkutausch

Nach einer Tiefenentladung lässt ich das iPhone eventuell nicht mehr starten. Auch kann man nicht mehr auf Daten, die sich auf dem iPhone befinden, zugreifen. Leider erlaubt die Bauweise eines iPhones keinen selbstständigen Akku-Wechsel. Besitzt das iPhone noch Garantie, kann man den Akku an Apple-Service-Points kostenfrei austauschen lassen. Ist die Garantie schon abgelaufen, können Handy-Werkstätten den Akku des iPhones schon für kleines Geld auswechseln. Für den Wechsel eines Akkus benötigt ein Techniker nur wenige Stunden. Mithilfe eines Pentalobe-Schraubendrehers entfernt dieser die Gehäuseschrauben des iPhones. Das Display wird mit einem Saugnapf vorsichtig entfernt und vorhandene Kontakte gelöst. Nach Entfernung der Taptic Engine lässt sich der Akku-Kontakt trennen. Der defekte Akku wird mit einem funktionstüchtigen Akku ausgewechselt. Abschließend setzt der Techniker das iPhone wieder zusammen und prüft es auf seine Funktionalität. Der Nutzer hat nun wieder die Möglichkeit, auf die auf dem iPhone befindlichen Daten zuzugreifen.

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